Sterne über der Alster von Micaela Jary

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Die Fortsetzung der Familiensaga der Dornhains geht übergangslos weiter. Nachdem sich Viktor Dornhain das Leben genommen hat, muss Ellnor als Älteste die Reederei führen und auch noch die Familie von Skandalen bewahren, beides erweist sich direkt nach dem 1. Weltkrieg als schwierig. Livi ist sprunghaft wie immer, Nele schwanger von Konrad und der Selbstmord  Viktor Dornhains schwebt wie ein Damoklesschwert über der Familie. Zudem hat er in seinem Abschiedsbrief auch noch Klaras Herkunft offenbart. Es gibt immer wieder Aufstände und Arbeiterkämpfe. Außerdem werden die Dornhains erpresst von jemandem, der um Klaras Geheimnis weiß. Ellinor muss alle Fäden ziehen um die Familie zusammenzuhalten und vor jeglichen Skandalen zu bewahren.  Und dann gibt es doch noch ein Happy End, für jeden in der Familie. „Sterne über der Alster ist zwar ein gutes Buch, aber ich finde, es kommt nicht so ganz an den ersten Teil heran, weil die Charaktere alle ein Bisschen überzeichnet sind. Livi dreht irgendwie völlig durch und kann sich nicht entscheiden, ob sie sich jetzt von Konrad scheiden lassen will oder nicht, Nele sieht eifersüchtig Gespenster was die Beziehung zwischen ihrer Schwester zu Konrad angeht und Ellinor kommt mir zuweilen fast hysterisch vor. Trotzdem lesenswert!

Drehtür ins Glück von Lisa Torberg

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Einfach was fürs Herz und dafür ganz viel. Die Geschichte ist voraussehbar und die Charaktere sehr oberflächlich gezeichnet, aber dennoch macht es Spaß zu lesen und ist einfach nur was fürs Herz. Ich glaube zwar nicht, dass sich jemand mit einem abgeschlossenen Studium dazu überreden lässt, Kindermädchen zu werden und auf der anderen Seite glaube ich auch nicht, dass jemand ein Kindermädchen einstellt, das nicht zumindest eine Ausbildung in dieser Richtung vorzuweisen hat, aber das hier ist schließlich ein Liebesroman, oder vielleicht sogar ein modernes Märchen und da ist das erlaubt. Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, ohne die Geschichte zu hinterfragen, wird mit ein paar schönen Lesestunden und einer ans Herz gehenden Liebesgeschichte belohnt.

Schwarze Tränen von Thomas Finn

 

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Roman

Im »Gasthaus zum Löwen« in Staufen findet Lukas Faust, Nachfahre des berühmten Doktor Faust, ein mittelalterliches Zauberbuch. Als er einen kostbaren Diamanten aus dem Einband herausbricht, geht auf einmal ein Froschregen über der Stadt nieder, und die Jagd auf ihn wird eröffnet. Erst der schwarze Pudel Mephistopheles, der sich als Teufel persönlich entpuppt, rettet ihn. Mephisto erklärt ihm, dass in der Hölle ein Machtkampf tobt. Wer die drei Teufelstränen besitzt, von denen Lukas’ Diamant eine ist, vermag die Apokalypse heraufzubeschwören. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die zwei müssen die übrigen Tränen vor ihren Verfolgern finden.

Wilde Reise durch die Nacht
Der Roman „Schwarze Tränen“ von Thomas Finn ist eine krasse Mischung aus dem klassischen Rollenspielabenteuer und Supernatural… Ein Held – oder Antiheld, der sich dem Kampf gegen das Böse stellt. Im Gepäck hat er einen Zauberer, eine Hexe – und den Teufel persönlich. Abgedreht wäre eine Untertreibung. Gut recherchiertes Hintergrundwissen und geschliffene Dialoge haben mich bis zum Ende durchhalten lassen :) Ein Bisschen Abzug gibt es,  weil es teilweise einfach zu brutal, zu grausam und zu abgedreht war. Dennoch – ein Muss für jeden Fantasyleser und natürlich auch für  Faust-Fans !

Das Drachenpferd von Virginia Fox

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Kurzbeschreibung

Drei Frauen durch ihre gemeinsame Fähigkeit, Drachen zu sehen, zu Drachenschwestern vereint.

Sierra ist die Dritte im Bunde der Drachenschwestern. Doch noch immer ist kein persönlicher Drache in Sicht. Insgeheim ist sie ganz froh darüber. Ein rechthaberischer, geflügelter Begleiter ist das Letzte was sie gebrauchen kann, während sie stur versucht zu ignorieren, dass in ihrem Leben einiges schief läuft.

Unvermittelt trifft sie ein schwerer Schicksalsschlag und nichts bleibt wie es war. Gezwungen, einen ehrlichen Blick auf ihr Leben zu werfen, macht sie sich daran herauszufinden, was sie wirklich will. Findet sie den Mut, dem Leben und der Liebe noch eine Chance zu geben?

Das Drachenpferd ist ein gebührender Abschluss der bezaubernden Drachenschwestern-Trilogie und entführt den Leser wie gewohnt mit viel Witz und Humor in eine andere Welt.

Das Drachenpferd
Der 3. und letzte Band der Drachensaga und vielleicht der auch der Beste. Dieses Mal geht es um die dritte im Bunde, Sierra, die Toughe und ihren Drachen – Ramiro. Nachdem Sierra endlich den Absprung schafft und sich von ihrem tyrannischen Freund trennt, steht letztlich auch der Liebesgeschichte mit Simon nichts mehr im Weg, aber bis dahin ist es langer Weg, auf dem sich Sierra immer wieder selbst im Weg steht. Manchmal ist es sogar recht nervig, weil man sich einfach nur fragt, was denn nun schon wieder sei. Trotzdem – das Buch ist toll geschrieben, und wenn man mit dem ersten Band vergleicht, holpert nichts mehr und es lässt sich gut lesen. Sierras Drache Ramiro gibt dem ganzen manchmal einen humoristischen Hintergrund, er ist noch sehr jung und man ihn wohl als „Halbstarken“ bezeichnen, der sich seine Flügel noch nicht abgestoßen hat. Das führt auch immer wieder zu Spannungen mit den anderen Drachen. Auch wird hier näher beleuchtet, dass Miris Tochter ein Halbdrache ist. Was mich ein Bisschen gestört hat, war das viele Fachsimpeln der Autorin über Pferde. Ich bewundere zuviel Wissen, aber ich fand es etwas zuviel für Menschen, die mit Pferden so gar nichts am Hut haben. Das ist aber auch das Einzige, was ich zu bemängeln habe :)

Bedingt Wetterfest: Von einer,die auszog, das Lieben zu Lernen – Jo Berger

Bedingt Wetterfest

Inhalt (Amazon) : ** Bedingt Wetterfest – Liebesroman ** Erkennst du Mr. Right, wenn er vor dir steht? Emma ist Mitte zwanzig und hat sich zum wichtigsten Entschluss durchgerungen. Sie verlässt das Gefängnis ihrer langjährigen Beziehung mit dem despotischen Hagen und nimmt ihr Leben selbst in die Hand: da draußen muss er doch sein, der echte und einzige “Mr. Right”? Zwischen Schmetterlingen im Bauch, witzigen Unfällen, seltsamen Typen und jeder Menge heißem Kakao schlägt sich Emma tapfer durch das Singleleben. Sehr unterhaltsame, romantische Chick-Lit! „Locker, luftig, leicht und dazu auch noch witzig!” (Leserin) ‚Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend anders. Witzig, flüssig und locker.‘ ‚Sympathische Charaktere und ein erfrischender Stil bescheren angenehme Lesestunden.‘ (Leserin) ‚Habe mehrmals herzhaft gelacht.! Dieser witzige Liebesromen hat Spaß gemacht, ich fühl mich herrlich primelbesäumt.‘ (Leserin) ‚Eine wirklich erheiternde Geschichte. Von mir ganz klar eine Leseempfehlung!‘ (Leserin)

Ich fand es leider einfach nur langweilig. Die Protagonistin trennt sich von ihrem tyrannischen Ex-Freund und hat anschließend ein Date nach dem anderen. Der wirklich Richtige ist aber nie dabei, an jedem hat sie etwas auszusetzen. Hinzu kommen noch die Eskapaden ihres Ex-Freundes und eine kurze Beziehung mit einem Weichei. Manchmal hatte ich das Gefühl, das Buch sei eine Aneinanderreihung von Schachtelsätzen, mit Ansammlungen unwichtiger Details, die nicht wirklich etwas mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben. Man hofft irgendwann, dass Emma ganz ganz bald den Richtigen trifft  und das Buch somit ein Ende hat.

Das Drachenkind von Virginia Fox

Das Drachenkind

Inhalt: „Mein Leben muss anders werden!“ beschließt Miri, inspiriert von ihren neuen besten Freundinnen, den Drachenschwestern. Mutiger, spannender, und vor allem männerfrei… So lautet jedenfalls der Plan.

Doch dann entdeckt sie, dass sie schwanger ist – ohne die leiseste Ahnung zu haben, wo sich der zugehörige Vater befindet. Plötzlich ist sie sich nicht mehr so sicher, ob ihr Plan so gut ist.

Als wäre das nicht genug Aufregung, verliert sie ihren Job und wird von einem unbekannten Stalker verfolgt.

Während sie versucht, sich darüber klar zu werden, wie ihr zukünftiges Leben aussehen soll, mischt sich ein pinkfarbener Drache ein. Zum Glück!

 

Der zweite Teil der Drachenschwesternsaga, dieses Mal geht es um Miri, die überraschend feststellt, dass sie nach einem One-Night-Stand schwanger ist, daraufhin ihren Job verliert und zudem auch noch von einem Psychopathen verfolgt wird. Zum Glück hat sie ja noch ihre Drachenschwestern, so dass eigentlich schon vorprogrammiert ist, das am Ende alles gut wird. Dennoch, bis zum Happy End ist es ein weiter Weg.  Der zweite Teil ist noch besser als der erste, alles in allem auch sehr viel runder geschrieben und auch viel weniger holperig in der Wortwahl als noch der erste Teil. Ein Bisschen hatte ich manchmal meine Probleme mit der Schweizer Mentalität, manche Dinge sind einfach anders, aber nicht zwangsläufig schlecht :) Zudem fand ich auch in diesem Band die Schilderungen der Gegend in Frankreich, in der die Großmutter lebt, einfach nur schön. Auch in diesem Roman kommen die Drachen wieder recht sympathisch rüber und man amüsiert sich darüber, dass auch sie manchmal „zwischenmenschliche“ Probleme plagen. Was ich ein Bisschen merkwürdig fand, war die Tatsache, dass eine werdende Mutter so unbedarft mit Farben und Lacken beim Renovieren umgeht und irgendwie ständig ihren Asthma-Inhalator benutzt. Jede Mutter mit Asthma wird wissen, dass man den eigentlich gar nicht in der Schwangerschaft benutzen sollte, und wenn, dann wirklich nur in äußersten Notfällen… Aber ich kann es nur wärmstens weiter empfehlen. Eine nicht ganz alltägliche Fantasy-Geschichte mit Frauenpower.

 

Das Haus am Alsterufer von Michaela Jary

Michaela Jary – Das Haus am Alsterufer

Inhalt: seiner Tochter Lavinia mit dem Architekten Konrad Michaelis zu. Niemand in der Familie ahnt, dass Lavinias Schwester, die Malerin Nele, ihren Schwager liebt. Etwa zeitgleich wird die 16-jährige Klara Tießen als Hausmädchen bei Dornhains eingestellt. Nur Victor Dornhain und seine Mutter Charlotte wissen, dass Klara sein illegitimes Kind ist. Drei Jahre später bricht der Große Krieg aus und verändert alles: In der Tragödie erkennt Lavinia ihre wahre Bestimmung, Klara findet auf der Suche nach ihrer unbekannten Mutter den Mann ihres Lebens, und das Schicksal seiner Familie wird für den Reeder zu einer Frage der Ehre …

Die Geschichte der Familie Dornhain spielt 1911 in Hamburg, vor dem Hintergrund des 1. Weltkrieges. Mir hat das Lesen großen Spaß gemacht und ich konnte fast nicht aufhören.
Die Figuren sind authentisch und haben Tiefgang. Naja, vielleicht bis auf Lavinia mit ihrer oberflächlichen Art. Auf fast 600 Seiten leidet man mit den Charakteren, kann ihren Herzschmerz nachvollziehen und auch ihre Entscheidungen verstehen. Bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil, der im November erscheint.

Das Wesen der Dinge und der Liebe von Elizabeth Gilbert

Vom Wesen der Dinge und der Liebe

Inhaltsangabe: Am Ende ihres Lebens wird Alma auf ein großes Jahrhundert zurückblicken. Sie wird in die Aufbruchsphase Amerikas geboren, die Welt wird erforscht und erobert, Altes durch Neues abgelöst. Ihr umtriebiger Vater ist mit Pflanzenhandel reich geworden und der jungen Alma wird es an nichts fehlen, auch nicht an Bildung. Und so wächst sie zwischen den Pflanzen der prächtigen Gewächshäuser heran. Ihre ganze Leidenschaft gilt der Natur und während ihrer Studien, die sie ihr ganzes Leben begleiten, gelingen ihr ähnlich revolutionäre Einsichten, wie sie dann Charles Darwin der Welt vorführen wird. Doch Alma selbst bewegen Zweifel. Warum sehnt sich der Mensch nach Liebe? Was ist Liebe? Warum sind wir selbstlos und uneigennützig? Wie ihre Adoptivschwester Prudence, die schon früh sich für die Befreiung der Sklaven einsetzt. Alma wird Antworten finden, ebenso wie die Liebe. »Eine Abenteuererzählung, die große Fragen verhandelt.« Jobst-Ulrich Brandt, Focus »Die Entdeckungsreise einer ganz und gar ungewöhnlichen Frau – und eine große Liebesgeschichte.« Neues Deutschland »Ein 699 Seiten dickes Buch über eine Frau, die Pflanzen sammelt – wie fesselnd kann das schon sein? Sehr sogar, wenn es von Bestsellerautorin Elizabeth Gilbert stammt. Spannend und ungewöhnlich.« Cosmoplitan (2015-10-29)

Meine Meinung zu diesem Buch ist zweigeteilt. Elisabeth Gilbert hat ja auch „Eat, Pray, Love “ geschrieben, ein Buch, das so hoch gelobt wurde (und leider noch immer auf meinem SuB liegt). „Das Wesen der Dinge und der Liebe“ hat mich leider nicht wirklich mitgerissen. Am Anfang lies es sich gut lesen, aber zur Mitte hin wurde es irgendwie immer langweiliger. Alma erkennt erst ziemlich spät in ihrem Leben, was für sie der Sinn des Lebens ist, was wirklich wichtig ist und was nicht. Obwohl in ihrem Leben durchaus spannende Dinge passieren, dümpelt das Buch ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin und ist irgendwie deprimierend. Was mich wirklich gestört hat, war Almas Bessessenheit davon, einen Penis in den Mund zu nehmen. Ich finde, das hat nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun und ist so ein Bisschen wie negativer Beigeschmack. Man fragt sich dann doch zwangsläufig, warum eigentlich?

Für mich ist das Buch irgendwo zwischen langweilig und deprimierend angesiedelt… so richtig vom Hocker gerissen hat es mich nicht…